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Death Road

Death Road

Von am Dienstag, 15 Okt, 2013 | 0 comments

Die Yungas-Strasse – vielen unter dem Namen ‚Death Road‘, ‚Worlds Most Dangerous Road‘ oder ‚Todesstrasse‘ bekannt – führt von La Paz in den bolivianischen Dschungel nach Coroico. Ihren Namen hat sie daher, da seit der Erbauung in den 30er Jahren jährlich 200 bis 300 Personen auf dieser Strasse ums Leben kommen (meistens durch Abstürze). Die Strasse ist 56 Km lang, ist meist nicht breiter als 3 Meter, hat weder Leitplanken noch sonstige Sicherheitsmerkmale und wird von diversen Wasserfällen und Flüssen durchquert. Seit 2006 jedoch gibt es eine neue Strasse und die alte Strasse wird nur noch selten befahren.

Seit ein paar Jahren gibt es die Möglichkeit die Strasse mit dem Downhill-Bike herunter zu fahren. Da kaum mehr Verkehr auf der Strasse ist, soll das eine relativ sichere Sache sein und so haben auch wir uns entschlossen, dass Abenteuer anzunehmen. Wie es der Zufall aber wollte, war genau an dem Tag an dem wir die Strasse befahren wollten ein Rennen angesagt. Gemerkt haben wir und unser Guides das natürlich erst, als wir schon oben waren. Die Fahrer fuhren von unten nach oben und wurden von Begleitfahrzeugen begleitet. Was für uns gefährlichen Gegenverkehr bedeutete.

Die Strassenregeln besagen, dass die herunterfahrenden Fahrzeuge auf der linken Seite fahren -> am Abgrund! Mit einem etwas mulmigen Gefühl haben wir es aber dennoch gewagt. Die ersten paar Kilometer fuhren die meisten noch recht zögerlich. Bei Gegenverkehr gingen die meisten auf Nummer sicher und hielten an, was auch angebracht war. Dies hat uns vor allem eines klar gemacht: Wenn wir mit dem Bike schon mühe hatten entgegenkommende Fahrzeuge zu passieren, wie gefährlich muss es dann mit einem Auto oder gar Lastwagen sein! (Siehe Top Gear Special: Bolivia :D)

Nach etwa der halben Strecke waren sämtliche Begleitfahrzeuge und Fahrer oben und für uns konnte der Spass beginnen. Mit Tempo fuhren wir durch Wasserfälle, Flüsse, Hindernisse und immer nur wenige Zentimeter am Abgrund vorbei. Die anfängliche Angst vor dem Abgrund verflog immer mehr dem Spass. Ohne Gegenverkehr fühlt man sich ziemlich sicher auf der holprigen Schotterstrasse. Nach gut 4 Stunden (!) herunterfahren erreichten wir erleichtert Coroico wo bereits frisch gekühltes Bier, ein Pasta Buffet und diverse Affen und Papageien auf uns warteten.

Im nach hinein war das ganze ein spannendes Erlebnis, dass jedem zu empfehlen ist. Wir hatten sogar einen Engländer in unserer Gruppe der erst das dritte Mal in seinem Leben Fahrrad fuhr. Auch wenn er immer der langsamste war, auch er hat es gemeistert :)

Und um eines noch klar zu stellen, das ganze war Ayca’s Idee, ich wäre nie im Leben darauf gekommen ihr das zuzumuten :D

(Die Fotos habe ich mit einer kleinen DigiCam gemacht, daher nicht in gewohnter Qualität)

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